| Veranstaltung: | Bezirkswahlprogramm |
|---|---|
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 06.05.2016, 17:45 |
| Antragshistorie: | Version 1 |
A2neu: Abschnitt "Stadtgrün entdecken und erhalten"
Antragstext
Grüne urbane Lebensräume wachsen in ihrer Bedeutung für die Erholung der
Bevölkerung und für wild lebende Tier- und Pflanzenarten. In Berlin sind die
grünen Rückzugs- und Erholungsorte durch zunehmende Versiegelung in Gefahr.
Die zunehmende Verdichtung der Stadt durch engere Bebauung führt dazu, dass es
weniger Frischluftschneisen gibt. Die Folge ist ein schlechtes Stadtklima, das
wir in den heißen Sommermonaten besonders erleben, in denen die Temperaturen in
den Straßenschluchten unerträglich werden und die Luft steht. Der heiße Sommer
2015 und der frühlingshafte Winter haben mit langen Trockenperioden und einem
Wechsel aus Stürmen und Starkregen eindringlich gezeigt, dass auch Berlin sich
den Herausforderungen des Klimawandels stellen muss. Erkenntnisse und
gesetzliche Vorgaben zur Verbesserung des Stadtklimas müssen eine höhere
Priorität in der Bau- und Stadtplanung erhalten und konsequent umgesetzt werden.
Die grünen Lungen unserer Stadt, Parks, Natur- und Landschaftsschutzgebiete,
Kleingärten und Straßenbäume müssen nicht nur bewahrt, sondern weiter gefördert
werden.
Treptow-Köpenick hat als grünster Berliner Bezirk neben der wertvollen Wald- und
Seenlandschaft auch Brachflächen – die sogenannte urbane Wildnis und
weitreichende Kleingartenflächen, welche zunehmend Begehrlichkeiten als Wohn-
oder Gewerbestandorte wecken. Bündnisgrüne Politik stellt in der Stadt und in
unserem Bezirk das Primat wirtschaftlicher und privater Interessen in Frage und
bedenkt das Wohl zukünftiger Generationen und den Erhalt natürlicher Vielfalt
zum Nutzen aller. Wir schätzen die berlinweit einzigartige Artenvielfalt in
Treptow-Köpenick und setzen uns dafür ein, dass Räume urbaner Wildnis erhalten
bleiben. Auch der behutsame Zugang zu diesen Räumen für die Erholungs- und
Freizeitnutzung soll gefördert werden.
Wir begreifen es als unsere zentrale politische Aufgabe, die natürlichen
Ressourcen zu schützen und sie gleichzeitig zur Grundlage einer nachhaltigen
Wertschöpfung zu machen. Aus diesem Selbstverständnis heraus bilden den Kern
unserer Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik umweltschonende Technologien und
regenerative Energien. Eine zweite Säule bildet der sanfte Tourismus. Die Wälder
und Gewässer unseres Bezirks besser zu erschließen und damit den natürlichen
Reichtum Treptow-Köpenicks zur wirtschaftlichen Grundlage vieler Menschen zu
machen, ist unsere vorrangige Absicht.
Nachhaltigkeit prägt unsere politischen Ideen und Konzepte. Deshalb wollen wir
auch den Tourismus in Treptow-Köpenick nachhaltiger und sanfter gestalten. Zum
Beispiel die nicht-motorisierte Nutzung der Gewässer in unserem blauen Bezirk
ist ein wichtiger Beitrag zum Trinkwasserschutz. Grundsätzlich müssen
Nutzungskonflikte offen thematisiert werden und gute Lösungen können nur
gefunden werden, wenn Bürger*innen und lokale Akteure aktiv einbezogen werden.
Grünes Konzept für Treptow-Köpenick
Was ist das Problem?
Kleingärten sind nicht nur grüne Refugien und wichtige Räume für unser
Stadtklima – sie sind auch sozial bedeutsam, als Erholungsort und
Begegnungsstätte für die Menschen in unserem Bezirk. Für 32 Kleingartenanlagen
im Bezirk laufen bereits 2020 die Schutzfristen ab. Damit ist unser Bezirk
trauriger Vorreiter. In einem wachsenden Bezirk mit steigendem Bedarf an gut
angebundenen Standorten für Wohnungsneubau, z.B. an der Kiefholzstraße oder am
„Dreieck Späthfelde“, müssen viele Kleingartenanlagen sich weiterhin verändern
und öffnen um zu bestehen. Gemeinsam mit Räumen urbaner Wildnis und Brachflächen
tragen Kleingartenanlagen zur Flächenvielfalt bei, deren Wert in der
Stadtplanung, z.B. für das Stadtklima, zu wenig berücksichtigt wird.
Biologische Vielfalt macht nicht am Gartenzaun halt. Kleingärten haben nicht nur
herausragende Bedeutung für das Stadtklima, sie bieten auch ein Refugium für
Flora und Fauna: alte Obstbäume, Nistkästen, Reißighecken, Feuchtbiotope. Sie
bieten grüne Barrieren entlang von Straßen und Bahntrassen. Sie sind
Erholungsräume und Begegnungsstätten. Die Kleingärtner*innen sind sich ihrer
Bedeutung zunehmend bewusst und schauen über ihren Gartenzaun: So beteiligen sie
sich aktiv mit Naturlehrpfaden und Schaugärten an der Umweltbildung, öffnen sich
für die Bevölkerung und verbessern dadurch das Angebot für Naherholung.
Unser Konzept
Wir setzen uns dafür ein, dass die Kleingartenanlagen im Bezirk auch über 2020
hinaus bestehen.
Wir wollen diese Öffnung von Kleingartenanlagen und damit ihren wachsenden
öffentlichen Nutzen weiter unterstützen, z.B. die Zusammenarbeit mit Vereinen
fördern oder erfolgreiche Modelle auszeichnen. Auch die Nutzung von Teilen der
Kleingartenanlagen als Schulgärten ist möglich. Anwohner*innen sollte die
gesetzlich vorgeschriebene Durchquerung der Anlagen nicht nur ermöglicht werden,
sondern eine attraktive Option sein.
Wo heutige Kleingartenflächen bebaut werden sollen, werden eine genaue und dem
Einzelfall gerechte Prüfung von alternativen Flächen für Gewerbe- und
Wohnungsstandorte durchsetzen. Aus unserer Arbeit in der BVV wissen wir, dass es
oft Alternativen gibt, wenn z.B. alte Gewerbeflächen revitalisiert oder
Garagenflächen genutzt werden könnten.
Grünes Konzept für Treptow-Köpenick
Was ist das Problem?
Viele Menschen in der Stadt wollen nicht nur regionale, sondern lokale
Lebensmittel nutzen und selbst Obst und Gemüse oder Kräuter und Blumen anbauen.
Sie wollen in der Natur tätig sein, das Stadtgrün mitgestalten und suchen
Erholung und Ausgleich beim Gärtnern auch ohne eignen (Klein-)Garten. Die
Bezirksverwaltung erkennt diese urbanen Gärtner, die Baumscheiben oder
Straßengrün bepflanzen bisher zu wenig an, unterstützt sie nicht und erkennt
städtisches Gärtner nicht als Form bürgerschaftlichen Engagements.
Viele Familien und Kindertagestätten verstehen urbanes Gärtnern immer mehr als
Bildungsauftrag. Kinder und Jugendliche lernen im praktischen Umgang mit der
Natur Grundlagen der Ökologie, der Ernährung und des Lebens kennen. In den
Schulen des Bezirks wird diese Möglichkeit des erlebnisnahen Projektunterrichts
in Schulgärten bisher wenig genutzt.
Unser Konzept
Wir wollen das Gärtnern in der Stadt und in der Schule auch jenseits des eigenen
Gartens ermutigen und unterstützen.
Es müssen nicht immer große Projekte wie der Prinzessinnengarten sein. Urbanes
Gärtnern ist auch auf kleinen Flächen möglich, z.B. in Baumscheiben, auf Brachen
oder an Wegrändern. Es geht neben dem Begrünen auch um das gemeinschaftliche
Jäten und Pflanzen vor Ort. Durch urbanes Gärtnern kommt es zu einer
Verbesserung des städtischen und des sozialen Klimas.
Deshalb setzen wir uns für eine Akzeptanz und Förderung des Urbanen Gärtnerns
durch das Grünflächenamt ein.
Wir wollen Schulen bei der Bewirtschaftung existierender sowie bei der Schaffung
neuer Schulgärten stärken, z.B. durch Informationsangebote, Unterstützung bei
der Flächensuche und Kooperationen mit nahegelegenen Kleingartenanlagen. Die
Arbeit im gemeinsamen Schulgarten ist aus unserer Sicht ein wichtiges Beispiel
für angewandtes Lernen und eine Pädagogik des Verstehens.
Grünes Konzept für Treptow-Köpenick
Was ist das Problem?
Schwofen und clubben in Alt-Treptow, Staunen in der Köpenicker Altstadt, Segeln
auf dem Mügggelsee – unser Bezirk bietet eine Vielfalt an Attraktionen. Mit
einem bezirklichen Tourismusverein und einer eigenen Marke lockt Treptow-
Köpenick Touristen aus aller Welt in die Clubszene am Schlesischen Busch, auf
eine Reise in die Köpenicker Geschichte und Kultur oder in die Weite der
Köpenicker Wald- und Seenlandschaft. Wir begrüßen, dass Touristen zunehmend die
Vielfalt unseres Bezirks entdecken, erkennen jedoch Nutzungskonflikte an
beliebten Orten. In unserem Bezirk soll auch auf Festivals ausgelassen getanzt
und gefeiert werden. Wenn unsere Parkanlagen und Naturräume dabei aber
langfristigen Schaden nehmen, ist das aus unserer Sicht nicht verhältnismäßig.
Nicht-motorisierter Wassersport wie Segeln, Rudern, Kanu usw. hat nicht erst
seit gestern in unserem Bezirk eine Heimat. Konflikte gibt es dagegen durch die
Zunahme motorisierter Boote und Schiffe auf unseren Gewässern.
Unser Konzept
Wir möchten den sanften Tourismus im Bezirk stärken. Nachhaltiger Tourismus
ermöglicht Kultur und Natur möglichst ursprünglich zu erleben und dabei so wenig
wie möglich in die vorhandenen Strukturen - ob im urbanen oder naturnahen Raum -
einzuwirken. Wir werden weiterhin Nutzungskonflikte an bestimmten Orten klar und
offen thematisieren und im Dialog aller Akteure Lösungen erarbeiten.
Sanfter Tourismus heißt auch unseren Bezirk ohne eigenes Auto entdecken zu
können, mit Bus, Bahn, Tram & Fähre, per Rad oder zu Fuß. Der Erhalt und Ausbau
des öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere in den äußeren Ortsteilen und der
barrierefreie Ausbau von (Rad)Wanderwegen sind unsere klaren Ziele für Touristen
und Anwohner*innen gleichermaßen.
In unserem wasserreichen Bezirk bietet sich eine Vielfalt an Möglichkeiten an,
diesen vom Wasser aus zu erleben. Ob im Schatten des Molecule Man oder in den
Gosener Wiesen, naturnahe Ufer müssen bei jeder Nutzungsform geschützt werden.
Daher setzten wir uns vorrangig für Wasserwanderrastplätze ein, statt weiterer
Anleger für große Fahrgastschiffe. Zudem möchten wir kleine Unternehmen
unterstützen, die nicht-motorisiere Fortbewegung, ob auf dem Land oder dem
Wasser, anbieten.
Wir setzen uns zudem dafür ein, dass die gesetzlichen Vorgaben für eine
Zweckentfremdung von Wohnungen als Ferienapartments konsequent durchgesetzt
werden.
Grünes Konzept für Treptow-Köpenick
Was ist das Problem?
Unser Bezirk ist vielfältig und artenreich. Eine bemerkenswerte Bandbreite an
Stadtnatur lädt Bürger*innen zum Verweilen, Beobachten und Erholen ein. Ob
Seeadlerpaare im Köpenicker Forst oder die größte Pflanzenvielfalt Berlins mit
über 650 Farn- und Blütenpflanzen im Naturschutzgebiet Gosener Wiesen, es gibt
viel zu entdecken bei uns in Treptow-Köpenick.
Der Bewahrung dieser großartigen Artenvielfalt stehen Bauprojekte und Eingriffe
in das Landschaftsbild gegenüber, wenn sie von einem „überwiegenden öffentlichen
Interesse“ sind. Maßnahmen zur Bewahrung und dem Schutz von Vielfalt können dann
ausgesetzt oder eingeschränkt werden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt macht diese Ausnahmen aber immer mehr zu Regel. Dies hat zum Teil
drastische Konsequenzen für betroffene Tier- und Pflanzenarten.
Zum Beispiel auf dem Areal des ehemaligen Betriebsbahnhofs Schöneweide, der
Gleislinse, ist ein einzigartiges Biotop entstanden. In der Gleislinse fühlen
sich streng geschützte Arten wie der Brachpieper oder die Sandstrohblume genauso
wohl wie seltene Wildbienenarten, deren Lebensräume zum Teil unter Schutz
stehen. In dieser einmaligen Mischung von ehemaliger Kulturlandschaft und
artenreicher Wildnis soll nun ein Gewerbegebiet entstehen.
Unser Konzept
Von Alt-Treptow bis Schmöckwitz oder Rahnsdorf: Unser Bezirk hat viele grüne und
blaue Juwelen. Wir wollen sie bewahren und mehr Bewusstsein dafür schaffen.
Wir setzen uns unter anderem für die Bewahrung der geschützten Gebiete der
Gleislinse in Schöneweide ein. Dieses Stück urbane Wildnis soll unserem Bezirk
erhalten bleiben und keinem Gewerbegebiet weichen. Eine intelligente
Stadtentwicklung und Standortpolitik sieht anders aus! Dieser und andere
besondere Orte sollen nicht nur geschützt, sondern auch verträglich für die
Freizeit- und Erholungsnutzung erschlossen werden. Wir wollen den Zugang, das
Wissen und Bewusstsein für solche Biotope stärken.
Um es den Bürgerinnen und Bürgern leichter zu machen die einzigartige Vielfalt
wahrzunehmen, zu schätzen und zu genießen, setzen wir uns für Information der
Bevölkerung im Sinne der Umweltbildung ein. Insbesondere die Einrichtung des
geplanten Landschaftsschutzgebietes „Köpenicker Wald- und Seenlandschaft“ soll
von Umweltbildungsprogrammen für Schulklassen, Anwohner*innen und Interessierte
begleitet werden.
Grünes Konzept für Treptow-Köpenick
Was ist das Problem?
Berlin ist eine grüne Stadt! Auch unser Bezirk hat viele Grünanlagen, Plätze und
Straßenbäume. Doch das Stadtgrün macht unseren Lebensraum nicht nur attraktiv
und steigert Lebensqualität in der Stadt, es erfüllt auch wichtige Funktionen.
Jeder Stadtbaum schluckt 7.000 kg Staub im Jahr. Parks dienen als
Frischluftschneisen, die das Stadtklima insbesondere in der Sommerhitze merklich
verbessern. Nicht zuletzt leben im Stadtgrün auch seltene Tier- und
Pflanzenarten.
Doch anhaltende Trockenperioden bringen unsere grünen Lungen, die Straßenbäume,
in Not. Umwelteinflüsse stellen das Stadtgrün generell vor eine große
Herausforderung. Die Konsequenz ist der Verlust von Grün in unserem Stadtbild,
insbesondere der Bäume.
Unser Konzept
Wir setzen uns weiterhin leidenschaftlich für einen Erhalt und die Pflege des
Stadtgrüns ein, denn wir wollen in einer grünen und lebendigen Stadt leben.
Zeitgemäße, nachhaltige, naturnahe Grünpflege ist für uns die logische
Konsequenz, um in Zeiten von knappen Kassen unseren Bezirk grün zu erhalten und
eine Form der Straßenbaum-Pflege zu gewährleisten, die sich nicht nur auf die
Gewährleistung der Verkehrssicherheit, beschränkt, sondern etwa auch die
Baumgesundheit in den Blick nimmt.
Unter naturnaher Pflege verstehen wir unter anderem eine standortgerechte und
heimische Bepflanzung, die Wahrung von natürlichen Kreisläufen und biologischer
Vielfalt. Die Bedürfnisse der Bevölkerung stehen dabei im Mittelpunkt. Neben dem
Rasen für Freizeit und Erholung kann die Wildwiese nicht nur ästhetisch reizvoll
und ökologisch bedeutend sein. Sie hat auch einen minimalen Pflegeaufwand und
dörrt selbst in Trockenzeiten nicht völlig aus.
Neue Konzepte zur Grünflächenpflege bieten vielfältige Chancen für
bürgerschaftliches Engagement und könnten Anwohner*innen das Bewirtschaften
„ihrer“ Fläche im Wohnumfeld ermöglichen oder neue Wege der Kooperation
aufzeigen. Wir Grüne sind uns der besonderen Bedeutung von Treptow-Köpenick als
dem grünsten Bezirk Berlins bewusst und setzen uns für die Bewahrung dieses
Merkmals ein – für die Menschen und die Natur!
Grünes Konzept für Treptow-Köpenick
Was ist das Problem?
Wasser ist Existenzgrundlage, ein bedeutender Naturraum und ein beliebter
Erholungsraum. Vielfältige Nutzungsansprüche beeinträchtigen unsere Gewässer –
und damit unser Trinkwasser - genauso wie der Zufluss von Abwasser und
kontaminiertem Regenwasser. Die Wasserwerke Friedrichshagen und Wuhlheide
leisten einen wichtigen Beitrag für das Berliner Trinkwasser. Bis zu 70% unseres
Trinkwassers werden aus Grundwasserbrunnen in Uferbereichen gewonnen. Deshalb
ist es eine große Herausforderung den Spagat zwischen Gewässerschutz,
Trinkwasserförderung, Schifffahrt und Freizeit- und Erholungsnutzung zu
schaffen!
Während sich einerseits die Hitze in den versiegelten Straßenschluchten der
Innenstadt aufstaut, besteht andererseits für rund sechs Prozent der Gesamtlänge
der fließenden Gewässer in Berlin ein Hochwasserrisiko. Für Treptow-Köpenick
besteht eine solche Gefährdung für Teile der Erpe, der Müggelspree sowie für die
Gosener Wiesen.
Unser Konzept
Mit 2.164 ha Wasserfläche (etwa 1/8 der Gesamtfläche) ist in unserem Bezirk der
Dialog mit der Bevölkerung und ihr Beitrag zum Gewässerschutz besonders wichtig.
Wesentlich sind dafür zunächst die bessere Information der Bürger*innen und ein
größeres Bewusstsein und Verständnis für Maßnahmen der EU-
Wasserrahmenrichtlinie. Darüber hinaus unterstützen wir das Berliner
Schutzprogramm für das Röhricht. Den nachhaltigen Schutz von Naturräumen
verstehen wir als Beitrag zur Bewahrung unserer gemeinsamen Lebensgrundlage.
Die Maßnahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie sollen den Zustand unserer Gewässer
schützen, durch Renaturierung optimieren und den Nähr- und Schadstoffgehalt
vermindern. Dafür wurden zusammen mit verschiedenen Akteuren aus dem Bezirk und
darüber hinaus Maßnahmen auf Grundlage der europäischen Vorgaben entwickelt. In
unserem Bezirk gibt es bereits Konzepte für die Wuhle, die Erpe, die Spree – von
Müggelspree bis Müggelsee und ein Konzept für die Dahme wird folgen. Die
intensive Nutzung der Gewässer ist dabei die große Herausforderung. Wir setzen
uns dafür ein, dass Bürger*innen in die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen
zum Schutz der Gewässer aktiv einbezogen werden. Dazu gehört für uns auch, dass
nicht-motorisierter Freizeitspaß und sanfter Tourismus gefördert wird. Denn wer
die Müggelsee-Region sanft erlebt, der leistet einen wichtigen Beitrag zum
Trinkwasserschutz.
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